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> Tier-Links.deDAS Chinchilla, kurz zusammen gefasst
Das Chinchilla, die Chinchillas, ist oder sind Nagetiere, so wie ich es sehe Extrem - Nager, denn sie nagen alles an was nicht gerade zu hart ist. Holz, Zeitungen, Bücher, Möbel (äusserst beliebt), Kabel aller Art (hier droht Lebensgefahr für das Tier, evtl sogar für den Menschen), Schmuck (wenn sie ihn erreichen können).
Alleine leben, ohne einen artgleichen Partner finden Chinchillas doof, sind es doch an sich Kolonietiere, die in freier Wildbahn in Familienverbänden leben, dementsprechend sollte ein Chinchilla nie allein einen Käfig bewohnen müssen, sondern immer einen gleichartigen Partner zum spielen und kuscheln haben.
Der Mensch, mit dem auch, wenn das Chinchilla genug Vertrauen zu ihm hat, gern gekuschelt wird kann einen gleichartigen Partner nicht ersetzen, denn wir schlafen ja auch wenn das Chinchilla eigentlich Tag hat und wer ist schon gern allein wenn er doch an sich was machen möchte? Niemand, oder? Genau, und so ist es mit dem Chinchilla auch, wenn wir schlafen möchte das Tierchen immer noch knabbern, springen, kuscheln, spielen und wer ist dann besser geeignet als ein gleichartiger Partner?
Ausbrecher-Könige der gemeinsten Sorte! Nur Käfige mit hartverzinktem Draht bietet wirklichen Schutz gegen den Ausbruch, oder, wie manche Halter auch haben, Plexiglas (halte von diesen Käfigen nicht wirklich viel aufgrund der Luftzirkulation, aber dazu gibt es auch gewisse Möglichkeiten wie wir später noch sehen werden).Aus dem Stand können diese Tiere bis zu über 70cm in die Höhe springen, Weiten von ca 60cm sind im Bekanntenkreis auch schon gemessen worden.
Es sind reine Pflanzenfresser und müssen an sich alles probieren dass ihnen vor das Näschen gelangt, auch wenn es ihrem Körper nicht gut tut (siehe Kunststoffe, Styropor, Tapete, Wandkalk ...... u.v.m). Was erreicht werden kann wird probiert oder gar ausgiebigst benagt.Wer also seine Wohnungseinrichtung liebt und nichts mehr hasst als Nagespuren an irgendwelchen Gegenständen, Möbeln, Fensterrahmen oder Türrahmen, der sollte sich wirklich überlegen ob Chinchillas für ihn die richtigen Hausgenossen sind.
Wasser wird in der Haltung mäßig getrunken, in freier Wildbahn genügen ihnen schon der Tau auf Gräsern, Flechten und anderen Gewächsen um den Durst zu stillen.
Chinchillas sind dämmerungs- u. nachtaktiv was sie automatisch als Freund für ein Kind unter mind. 12 - 14 Jahren ausschließt.
Der tagsüber berufstätige Erwachsene wird dagegen schnell Gefallen an den munteren Gesellen finden, wenn er denn am Abend noch die Energie hat ihr oftmals sehr lautes Geknabber, Gerappel am Käfig und evtl. Herumgerenne beim Freigang zu ertragen, denn auch das ist nicht unbedingt jedermanns Sache.
Beim Freigang wollen Chinchillas beschäftigt sein und beim Laufen immer mal wieder Köttelchen zu verlieren ist bei ihnen ganz normal, denn sie gehören der grossen Gruppe der Dauerausscheider an. Auch dies ist sicher nicht jedermanns Sache. Wobei, die Kotballen sind hart und wohl geformt, so dass ein guter Staubsauger schnell mit dem Geschehnis fertig ist.Da Chinchillas auch zu den Revierverteidigern gehören wird natürlich auch markiert und zwar mit Urin und der Analdrüse (ja, so was haben die auch, klein, aber da). Die winzigen Tropfen fallen meist weder ins Auge noch belästigen sie die menschliche Nase, da der Eigengeruch der Chinchillas an sich sehr gering ist. Andere Tiere aber können diesen Markierungsgeruch sehr wohl ausmachen und es könnte z.B. einen Hund oder eine Katze die vielleicht auch in der Wohnung (aber bitte nicht in demselben Zimmer wie die Chinchillas) wohnt dazu verleiten dieselbe Stelle doch zu übermarkieren. So entsteht ein Kreislauf und die Katze oder der Hund bekommt die Schimpfe weil viele gar nicht wissen oder bemerken was da wirklich vor sich geht oder gegangen ist.
Das Fell der Chinchillas ist nicht nur seidenweich sondern durch die fehlenden Talgdrüsen in der Haut auch noch sehr aufnahmefähig für Wasser, aus diesem Grunde dürfen Chinchillas nicht gebadet werden mit Wasser und wenn so ein Zwerg in einen Putzeimer fällt oder in die Toilette (ja, Sie lesen richtig, denn das ist leider keine Seltenheit), dann ist die Gefahr zu ertrinken enorm gross. Auch die Gefahr einer schlimmen Lungenentzündung ist dann sehr hoch, also hier bitte auch äusserste Vorsicht walten lassen. Wie schon gesagt, Freilauf ist NUR unter Aufsicht gestattet!
Zur Fellpflege in der Natur benutzt das Chinchilla gern ein ausgiebiges Bad im Steinstaub seiner Umgebung. In der Haltung bieten wir dazu Chinchillabadesand und evtl einen zusätzlichen Esslöffel (mit ins Sandbad gegeben) eines besonderen Badzusatzes an. Es ist einfach nur herrlich einem Chinchilla beim Sandbad zu zu sehen. Sie können kaum aufhören wenn der Sand ganz frisch ist.Im Groben gesehen sind das ja schon einige Punkte die ich hier angesprochen habe, mehr zu diesem grossen Thema ist im Mitgliederbereich zu finden und ständige Erweiterung ist bei uns hier garantiert.
